Evangelische Kirche Wetter

Geschrieben von: Matthias Franz 2 Monate, 3 Wochen her

Die Heilige Nacht hat die Menschen berührt. Über Weihnachten dürften etwa 1400 Personen in unseren Kirchen gewesen sein. Viele haben sich Mühe gegeben, damit das Fest gelingt. Einige Momente seien als Rückblick genannt:

Beim Krippenspiel in Niederwetter fiel die große Zahl von kleinen Kindern auf. Ein kleiner Engel saß neben dem anderen, viele Kleinkinder saßen in der Gemeinde. Väter hatten Säuglinge auf den Armen. Man hatte den Eindruck: Für viele ist es das erste Mal Weihnachten, oder das erste Krippenspiel, oder das erste Weihnachten mit Familie. Wie schön!

In der Stiftskirche in Wetter spielten 25 Kinder und 4 Flötistinnen die Weihnachtsgeschichte als Singspiel.  Das Stück hatte Integrationskraft. Neben Kindern aus alten Wetteraner Familien standen (ursprünglich) polnische, indische, afghanische und anderswie geprägte Kinder. Als die Engel jedem Kind Plätzchen schenkten, blieben von 120 Tüten 8 übrig. Das war knapp - oder Gott war gnädig.

Edel ging es um 17:00 Uhr bei der Christvesper zu. Der Chorgesang des Orpheus schwebte durch die dunkle Kirche. Trompetenklänge machten diesen Moment festlich und feierlich. Dichtgedrängt hörte eine große Gemeinde auf die Worte der Weihnachtsgeschichte und auf die Auslegung. Für viele Ex-Wetteraner war es ein "Coming Home for Christmas".

Um 23:00 Uhr war der Kerzenschein allgegenwärtig. An jedem Platz stand eine kleine Kerze. Wer als erster kam (oder wer von oben schauen konnte), genoss einen zauberhaften Anblick. In diese Atmosphäre hinein erklangen eine Geige, eine Solo-Stimme und die Orgel. Die Gemeinde stimmte ein. Es war eine stille und heilige Nacht.

Ein ganzes Dorf feierte um 17:00 Uhr in Todenhausen Weihnachten mit Krippenspiel. Der Adventskranz passte nicht mehr in die Kirche und stand als Willkommensgruß vor der Tür (Foto). Schutzlos war er dem Wind und dem Wetter ausgesetzt. Nach dem Gottesdienst brannten noch immer alle vier Kerzen. Das war ein kleines Wunder am Rande dieser stillen und heiligen Nacht.

Am Morgen des ersten Weihnachtstages war Gottesdienst mit Abendmahl in der Stiftskirche. Ein Chor aus 20 Stimmen sang "Joy to the World" und "Ding, dong merrily on high". Die Menschen genossen die Weihnachtsbotschaft in Ruhe und Gelassenheit. Abendmahl unterm Christbaum tat gut. Nach dem Segen blieb Zeit. Menschen, die sich lange nicht gesehen hatten, nahmen einander in die Arme.

Zwei Abendmahlgottesdienste in Niederwetter und Todenhausen beschlossen das Weihnachtsfest in unserer Kirchengemeinde.

Viele Menschen in unseren Orten können mit Freude sagen: "Ich war dabei. Ich war auch in der Kirche." Viele andere, die nicht mehr hier leben, verbinden unsere Kirchen wieder mit guten Erfahrungen. Ein herzliches Dankeschön gilt den Menschen, die Zeit und Kraft aufgewendet haben, damit sie selber und viele andere ein gesegnetes Weihnachtsfest haben.